Täglich trainieren für den Muskelaufbau – stimmt diese Aussage oder nicht?
Viele Anfänger und auch Fortgeschrittene stellen sich oftmals die Frage, ob es sinnvoll ist, jeden Tag zum Training zu gehen. Gerade junge Sportler haben viel freie Zeit und die Möglichkeit, täglich ihr Training zu absolvieren. Theoretisch sieht es so aus, als ob das sinnvoll ist. Um so mehr Trainingseinheiten, um so mehr Reize, welche den Muskelaufbau fördern.Mehr Training – schnellerer Muskelaufbau?
Der Regenerationsprozess wird durch genügend Schlaf unterstützt. Eine größere Anzahl an Trainingseinheiten bedeutet aber keinen linearen schnelleren Aufbau der Muskeln. Bei zu häufigem Training kann das Gegenteil erreicht werden. Der Muskelaufbau ist abhängig von drei Faktoren, dem Trainingsreiz, der richtigen Ernährung und der ausreichenden Erholungszeit. Die ersten beiden Komponenten können problemlos erfüllt werden, wenn täglich trainiert wird, doch die Regeneration würde darunter leiden. Dieses kann durch Schlaf, Entspannung, Saunabesuche sowie die Einnahme von Supplements beschleunigt werden. Der Prozess kann jedoch nicht umgangen werden, da Krafttraining für den Körper äußerst anstrengend ist. Muskulatur und das zentrale Nervensystem werden belastet, damit die Leistung wieder 100prozentig ist, wird eine entsprechende Ruhezeit zwischen den Trainingseinheiten erforderlich.Wieso können Profi-Sportler fünf bis sechs Mal die Woche trainieren?
Professionelle Athleten können ihre Zeit uneingeschränkt dem Training und der Regeneration widmen. Wer denkt, was der Profi kann, schaffe ich auch, hat nicht unbedingt Unrecht. Der gesunde Hobby-Sportler hat in der Regel die selben Grundbedingungen, doch es gibt Unterschiede im Tagesablauf. Der Profi lebt meist von seinem Sport, der Hobby-Athlet geht im Normalfall noch einer beruflichen Tätigkeit nach oder besucht die Schule. Beim Profi-Athleten werden Training, Nahrungsaufnahme und Regeneration sehr genau geplant. Der Tag steht vollkommen für den Sport bereit. Zudem achtet er auf eine genaue Einteilung seiner Trainingseinheiten, die einzelnen Muskelgruppen werden nacheinander trainiert. Auf ein Programm mit dem Hauptaugenmerk auf Trizeps und Brust folgt zum Beispiel ein Trainingstag für die Beine.

Was ist die Folge von zu häufigem Training?
Es tritt ein so genanntes Übertraining auf, der Körper wird überlastet. Das Resultat muss nicht unbedingt ein Abbau von Muskelmasse sein, doch häufig stagniert der Muskelaufbau. Die Symptome sind weniger Leistungsfähigkeit, schlechteres Schlaf- und Essverhalten, Müdigkeit, Trägheit im Alltag sowie Motivationsverlust. Durch Übertraining kann genau das Gegenteil erreicht werden, die notwendige Ruhe nach dem Training ist für den Körper unbedingt erforderlich. Als Faustregel gilt: je nach Intensität der Trainingseinheit, sollte die Erholungszeit zwischen 24 und 48 Stunden betragen.

Der optimale Trainingsplan als Basis
Der Trainingsplan dient als Grundlage für den Muskelaufbau. Er muss nicht nur die richtigen Übungen enthalten, sondern in Bezug auf Zeitplan und Level zum Trainierenden passen. Anfänger können nicht nach dem gleichen Plan trainieren wie Profis, dessen sollte sich jeder bewusst sein. Ein perfekter Trainingsplan wird entsprechend dem Ziel, der Erfahrung und dem wöchentlichen Kontingent an Zeit aufgestellt

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