MSM oder Methylsulfonylmethan ist auch als Dimethylsufon bekannt und wird immer beliebter, weil es das Wohlbefinden steigert und Schmerzen lindert. Sogar Ärzte stellen fest, dass sich der Bedarf an Schmerzmitteln verringert, wenn Patienten MSM Pulver oder Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. MSM hat dafür gesorgt, dass zahlreiche Menschen erstmals wieder ohne Schmerzen leben können. Allerdings ist MSM inklusive der schmerzstillenden Wirkung noch recht unerforscht. Dennoch ist es erwiesen, dass MSM ein natürlicher und unschädlicher Stoff ist, der unbesorgt mit Schmerzmitteln kombinierbar ist.

Welche Wirkung hat MSM bei Entzündungen und Schmerzen?

Die wichtigste Wirkung besitzt MSM in Bezug auf Schmerz- und Entzündungslinderung. Etwa die Hälfte des Schwefels im menschlichen Körper ist in der Haut, den Muskeln und den Knochen zu finden. Kommt es zur Anschwellung und Entzündung von starren und fibrösen Bindegewebszellen, entstehenden Schmerzen und Druck. MSM ist in der Lage Zellwänden, Durchlässigkeit und Flexibilität zurückzugeben. So fließt Flüssigkeit wieder leichter durchs Gewebe, der Druck wird ausgeglichen und die Schmerzen verringert oder vollständig entfernt. Zudem werden schädliche Substanzen abtransportiert, beispielsweise Giftstoffe und Milchsäure. Andererseits dringen Nährstoffe ein. So wird kein Druck mehr in den Zellen aufgebaut, der Entzündungen verursacht. Darüber hinaus kann MSM Krämpfe und Muskelschmerzen bei Patienten im fortgeschrittenen Alter und Athleten reduzieren oder gar auflösen. Rennpferde erhalten es vor dem Rennen, damit ein Muskelkater verhindert wird. MSM wirkt außerdem gegen Muskelkrämpfe, die nach dem Rennen auftreten können. An Arthritis leidende Menschen genießen auch eine langanhaltende Minderung der Schmerzen durch MSM-haltige Nahrungsmittel. Wird es zusammen mit Glucosamin aufgenommen, bei dem es sich um eine wichtige Substanz für neues Knorpelgewebe handelt, lindert es Schmerzen und ist dabei behilflich, beschädigte oder abgenutzte Knorpel in Bändern, Sehnen und Gelenken durch gesunde Zellen auszutauschen.

Schmerzmittel ohne Nebenwirkung

Gerade in Bezug auf Schmerzlinderung ist Sicherheit wichtig, denn viele Schmerzmittel führen zu Nebenwirkungen. Nicht wenige Schmerzmittel sorgen für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle. MSM hingegen ist sicher, selbst wenn es in hohen Dosen eingenommen wird. Das liegt daran, dass es natürlich ist und geringfügig in Gemüse, Obst, Fleisch, Getreide, Meeresfrüchten und Milch zu finden ist. MSM war schon immer ein Bestandteil der menschlichen Nahrung und gehört auf natürliche Weise zum Plasma. Doch Zubereitung und Hitze reduzieren seinen Gehalt in Lebensmitteln wesentlich, sodass viele zu wenig vom wichtigen Nährstoff aufnehmen. Der besondere Vorteil der Substanz ist, sie ist für den Körper ein Schwefellieferant, der schmerzstillende und gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzt. Schwefel befindet sich zu etwa 50 Prozent in den menschlichen Knochen, den Muskeln sowie in der Haut und ist zur Herstellung von Kollagen erforderlich, bei dem es sich um einen wichtigen Baustein von Bindegewebe, Knorpeln und Haut handelt. Oral eingenommen, wird MSM schnell im Darm aufgenommen. Es verteilt sich gut im Körper und wird über Urin wieder ausgeschieden. In Studien fand man heraus, dass die Substanz nach Einnahme Schwefel freisetzt, um Keratin und Kollagen im Körper herzustellen. Daraus bilden sich ebenfalls die Aminosäuren Cystin und Methionin sowie weitere Serumproteine. Im Vergleich zur Substanz DSMO kann MSM nicht komplett via Haut aufgenommen werden. Es ist auch nicht daran beteiligt, dass weitere Substanzen via Haut ins Blut transportiert werden. Wird DSMO oral oder alternativ der Haut zugeführt, wird es zu 15 Prozent in MSM transformiert. Des Weiteren wird MSM im Gehirn aufgenommen. Neurologische Schäden verursacht es nicht.

Wann ist es sinnvoll, MSM anzuwenden?

– Muskelschmerzen
– chronische Schmerzen
– Osteoarthritis
– Fibromyalgie
– Sehnenscheidenentzündung
– Arthritis
– Karpaltunnelsyndrom
– Muskelkrämpfe und -schmerzen
– interstitale Zystitis
– brüchige Nägel und Haare
– Allergien
– Asthma
– Bursitis
– Akne
– Rheuma
– Sodbrennen
– chronische Erschöpfung
– Candida Pilzinfektionen
– Diabetes
– Verstopfung
– Verdauungsprobleme
– Parasiten
– Migräne
– Ansammlung von Giftstoffen
– Hautschäden und Alterserscheinungen
– Geschwüren
– Abfuhr von Quecksilber

Darüber hinaus wirkt MSM entzündungshemmend und hilft dabei, Entzündungen zu vermindern, die im Rahmen allergischer Reaktionen auftreten. Damit lassen sich Nahrungsmittel- und Umweltallergien lindern. Wer unter Heuschnupfen oder Asthma leidet, kann die Symptome ebenfalls deutlich lindern.

Eine weitere Studie hat erbeben, dass bereits 2.600 mg täglich für eine Dauer von 30 Tagen ausreicht, um die Symptome von allergischer Rhinitis zu vermindern. Zu diesen Symptomen gehören wässrige und juckende Augen, laufende Nase, Niesen, verstopfte Nase sowie Kurzatmigkeit und Husten. Vermutet wird, dass MSM aufgrund seiner antioxidativen und antienzündlichen Wirkung Allergien verminder, da es sich mit der Schleimhaut verbindet. So wird der Kontakt zwischen Host und Allergenen blockiert.

MSM in Bezug auf Arthritis

MSM kann gut zur Behandlung gegen Osteoarthritis angewendet werden. Es lindert Schmerzen, hat aber keine Nebenwirkungen wie andere Medikamente. Im Rahmen einer Studie wurden an Osteoarthritis erkrankte Patienten drei Monate lang mit MSM behandelt. Entzündungen und Schmerzerscheinungen wurden vermindert, die Funktionsfähigkeit erhöht. Die Verbesserungen waren zwar nur geringfügig, deshalb ist nicht geklärt, ob die Studie relevant ist, da noch keine Langzeitstudien vorhanden sind. Dennoch ist eine Linderung von Gelenkschmerzen möglich. Bei rheumatoider Arthritis ist MSM ebenfalls hilfreich.

MSM in Bezug auf Diabetes

In Insulin ist Schwefel enthalten. Das Hormon reguliert den Stoffwechsel der Kohlehydrate. Wird nicht genügend Schwefel produziert, wird auch die Insulinproduktion reduziert. Möglich ist auch, dass fehlender Schwefel für undurchlässige und starre Zellen sorgt. Diese können anschließend Zucker weniger effizient aufnehmen. Die Blutzuckerwerte steigen. Durch Studien wurde nachgewiesen, dass regelmäßig eingenommenes MSM Pulver oder Kapseln helfen können, die Zellen durchlässiger zu machen. MSM verbessert den Blutzucker und trägt dazu bei, dass sich die Bauchspeicheldrüse normalisiert.

MSM in Bezug auf interstitielle Zystitis

Hierbei handelt es sich um eine abakterielle chronische Blasenentzündung mit häufigem Harndrang und Schmerzen. DMSO hat gezeigt, dass es die Entzündung lindern kann. MSM wird aus DMSO hergestellt und ist ebenfalls wirkungsvoll gegen die chronische Blasenentzündung und ruft keine Nebenwirkungen hervor wie DMSO.

Verbesserte Muskelerholung

Lactatdehydrogenase und Creatinkinase steigen nach intensiver Muskelarbeit an. MSM repariert Muskelzellen und fördert das Ausscheiden von Milchsäure. Diese erzeugt das Muskelbrennen nach Beanspruchung. Starre Gewebszellen in den Muskeln werden ebenfalls repariert. So reduziert die Substanz Muskelschmerzen, trägt zur Erholung bei und erhöht die Energie.

MSM in Bezug auf Verdauungsprobleme

MSM kann beim Wiederaufbau des Verdauungssystems hilfreich sein. So verbessert es Symptome des Leaky Gut Syndroms. Studien mit an Colitis leidenden Ratten wiesen nach, dass MSM eine antioxidative und antientzündliche Wirkung hat. Es beugt einer Darmschädigung vor. Es sind weitere Studien erforderlich, um festzustellen, ob MSM auch bei menschlichen Darmerkrankungen hilfreich ist.

MSM in Bezug auf Sodbrennen

MSM kann Beschwerden durch überschüssige Säure schnell und effektiv reduzieren. Auch hier sind keine Nebenwirkungen zu befürchten. Es darf täglich eingenommen werden, ohne den Säure-Basen-Haushalt oder normale Körperfunktionen zu beeinträchtigen.

MSM in Bezug auf Hautprobleme

MSM kann die Symptome von erythematös-teleangiektatischer Rosazea lindern. Es reduziert Papelbildung, Rötungen, Trockenheit und Juckreiz. Die Hautfarbe normalisiert sich. Doch es reduziert nicht nur das Brennen, sondern auch die Länge und Intensität der Symptome.

MSM zur Vorbeugung gegen Krebs

Tierstudien zeigten, dass oral verabreichtes MSM die Entstehung von Melanomen, Darmkrebs und Brustkrebs verhindern kann. Bei Studien in Bezug auf Darm- und Brustkrebs konnte die Entstehungszeit der Tumoren deutlich verlängert werden.

Der Bedarf an MSM

Schwefel ist in allen Zellen lebender Organismen vorhanden. Man könnte glauben, dass Menschen ausreichende Mengen an Schwefel aus Lebensmitteln zu sich nehmen und Nahrungsergänzungsmittel nicht erforderlich sind. Das stimmt jedoch nicht. Milchprodukte, Eier, Fisch, Geflügel und Fleisch sind die Hauptlieferanten von Schwefel. Andererseits wird häufig dazu geraten, diese Lebensmittel zu reduzieren oder ganz zu streichen. Vegetarier, insbesondere die, die auf Eier verzichten, können schnell an Schwefelmangel leiden. Auch Pflanzenquellen enthalten Schwefel, doch nur in geringen Mengen. Beim Waschen, Dünsten oder Kochen geht MSM verloren. Je älter wir werden, desto mehr sinkt der Schwefelgehalt im Körper. Dann muss dem Körper von außen Schwefel zugeführt werden.

Hat MSM Nebenwirkungen?

Empfohlen wird die Einnahme von 2.000 bis 6.000 mg der Substanz als Pulver oder Kapseln pro Tag. Die Menge sollte auf zwei bis drei Portionen verteilt werden. In der empfohlenen Menge ist MSM frei von Nebenwirkungen. Gelegentlich können Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Sehr selten sind Allergien, Müdigkeit, Hautausschläge, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen. Wird es als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, wird es schnell allen Stellen zugeführt, die der Körper benötigt. Überschüssige Mengen werden nach etwa zwölf Stunden ausgeschieden. MSM gehört zur Schwefelfamilie und darf nicht mit Sulfonamide-Präparaten gleichgesetzt werden. Auf diese reagieren einige Menschen mit Allergien. MSM ist dazu nicht in der Lage. Die optimale Tagesdosis hängt von Alter, Körpergröße und Art der Mangelerscheinungen ab.

Die Einname von MSM

Die Einnahme von MSM sollte täglich erfolgen. Beginnend mit 1.500 mg, wird in der ersten Zeit verhindert, dass eine zu schnelle Entgiftung vorgenommen wird. Das kann passieren, wenn am Anfang zu viel eingenommen wird. Nach den ersten sieben Tagen darf die Dosis pro Tag auf drei bis zehn Gramm erhöht werden. Sie darf so lange wie erforderlich eingenommen werden. Wer größere Dosen einnimmt, verwendet praktischerweise MSM Pulver, das zudem günstiger ist. Der Geschmack kann mit Frucht- oder Zitronensaft verbessert werden. MSM kann auch mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden, da es mit allen Nährstoffen zusammenarbeitet. Beste Resultate werden erzielt, wenn die Dosen über den Tag verteilt werden. MSM sollte mit Vitamin C eingenommen werden, dass ebenfalls positiv synergistisch wirkt. Aktuell wurden keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten festgestellt. Selbst im Badewasser soll das Pulver entgiftend und schmerzstillend wirken.

MSM – häufig gestellte Fragen

Was passiert bei der Einnahme von MSM?

Der enthaltene Schwefel ist behilflich, einige Chemikalien aufzunehmen und macht sie wasserlöslich. Über die Nieren werden sie ausgeschieden. Zum Teil wird der Schwefel genutzt, um Zysten herzustellen, die zur Bildung von Glutathion notwendig sind, das giftige Metalle abtransportiert, gesundheitsfördernde Aktivitäten durchführt und vor Zelloxidation schützt. Verletzte Zellen werden gefunden, Entzündungen reduziert, der Nährstoffzufluss erhöht und die Wundheilung gefördert. Sogar Narbenbildung kann verhindert werden. Bei Allergien wird die Histamin-Antwort kontrolliert. Zudem erhöht MSM die Energie.

Wer gegen Sulfonamide allergisch ist, ist es auch bei MSM?

In der Regel beantworten Ärzte diese Frage mit Ja. Allergien gegen Schwefel, der aus Nahrungsmitteln stammt, sind äußerst selten. Wer sich um eine Schwefel-Sensibilität sorgt, kann MSM anfangs in kleinen Mengen einnehmen und die Dosen langsam steigern.

Nach der Einnahme von MSM kommt es zu Kopfschmerzen. Woran liegt das?

Kopfschmerzen durch MSM sind selten, kommen aber vor. Schwefel beschleunigt auch den Entgiftungsprozess des Körpers. Für den Start ist MSM verantwortlich. Werden die Giftstoffe zu schnell ausgeschieden, kann es zu Kopfschmerzen kommen. Dann sollte die Einnahme für einige Tage unterbrochen werden. Anschließend sollte MSM in reduzierten Mengen eingenommen werden.

Soll MSM zusammen mit anderen Nährstoffen eingenommen werden?

Wird MSM zusammen mit Multivitaminen eingenommen, wird es effektiver verarbeitet. Empfohlen wird die Verwendung eines Multivitamis mit natürlichen kraftvollen Antioxidantien, um die Vorteile zu maximieren.

Wie werden Schmerzen bekämpft?

MSM wirkt teilweise wie DMSO. In einer Studie fand man heraus, dass Schmerzimpulse durch niedrige DMSO Dosen verlangsamt werden. DMSO kann Schmerzimpulse in C-Fasern und Hauptnervensystem hemmen. C-Fasern sorgen für den Transport von Schmerznachrichten im beschädigten Gewebe in Richtung Gehirn.

Wie werden Verstopfungen bekämpft?

MSM erweitert die Blutgefäße und verstärkt den Blutfluss. Zudem ist er ein Hemmer von Cholinesterase und verhindert den Nervenzellenfluss von Nervenzelle zu Nervenzelle. So stoppt es Muskelspasmen innerhalb des Darms.

Wie werden Entzündungen bekämpft?

Die Effektivität des entzündungshemmenden Hormons Cortisol wird von MSM erhöht. Zudem verhindert es die Verbreitung von Fibroblasten. Große Mengen werden durch Schwellungen produziert und bilden Narbengewebe.

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