Das griechische Wort Kreatin bedeutet Fleisch. Kreatin beschreibt also bereits als Wort seine Herkunft und die damit einhergehenden Eigenschaften. Es handelt sich um eine körpereigene Substanz, welche die gesamte Muskulatur mit Energie versorgt. Kreatin macht den Organismus leistungsfähig, sorgt aber auch für eine hohe Regenerationsfähigkeit. Zur Leistungssteigerung sowie zum Aufbau der Muskulatur aber auch des Nervenzellgewebes und intellektueller Fähigkeiten des Gehirns ist Kreatin ein unentbehrlicher Helfer. Jeden Tag benötigt ein Erwachsener etwa 2 bis 4 Gramm Kreatin. Die Hälfte dieses Anteils wird vom menschlichen Körper selbst produziert, der Rest muss jedoch als Nahrungsergänzung zugeführt werden.

Aus welchen Nahrungsmitteln der Organismus das Kreatin verwerten kann.

In einer gesunden und abwechslungsreichen Kost findet sich in der Regel ausreichend Kreatin. Die Aminosäuren Glycin, Methionin und Arginin sind wichtige Bausteine des Kreatins. Diese kleinen Eiweißmoleküle finden sich aber nicht ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Fisch oder Fleisch, sondern auch in ausgewählten pflanzlichen Lebensmitteln wie beispielsweise in Walnüssen, gerösteten Erdnüssen oder in Kürbis- oder Pinienkernen. Beispielhaft seien hier Kürbiskerne erwähnt, die bis zu dreimal mehr von der Aminosäure Arginin enthalten als Lachs. Etwa 2 bis zu 7 Gramm Kreatin sind in einem Kilogramm rotem Fleisch oder Fisch enthalten. Hering enthält unter den Fischsorten mit bis zu 10 Gramm pro Kilo den höchsten Anteil. Es folgen Schweinefleisch mit 5 Gramm und Rindfleisch mit etwa 4,5 Gramm pro Kilo. In einem Kilo frischem Thunfisch oder Kabeljau sind pro Kilo etwa 3 bis 4 Gramm Kreatin enthalten. Die Angaben beziehen sich allerdings immer auf Lebensmittel in rohem, ungekochten Zustand. Durch die Hitzeeinwirkung beim Braten, Backen und Kochen wird jedoch das wertvolle Kreatin in das wirkungslose Kreatinin umgewandelt.

Gerade Sportler sollten diesem Umstand höchste Beachtung schenken, um ihre eigene Versorgung mit Kreatin nicht zu gefährden. Das körpereigene Kreatin ist für den gezielten Muskelaufbau längst nicht ausreichend. Die Zellen der Leber, der Niere und der Bauchspeicheldrüse bilden täglich etwa 1 bis 2 Gramm Kreatin, welches zum Großteil in der Skelettmuskulatur gespeichert wird. Diese vergleichsweise geringe Menge an Kreatin wird durch Training schnell wieder aufgebraucht. Über den Blutstrom wird Kreatin von der Leber aus in die Muskulatur, zum Herzen, zu den Nerven, zum Gehirn und an alle anderen Zielorte im Körper transportiert. Die sogenannte Guanidinium-Verbindung hat also einen zentralen Stellenwert für die reibungslose Organfunktion und für den gesamten Körper.

Für gut aussehende Muskeln ist eine Zusatzversorgung mit Kreatin erforderlich

Bei den täglichen Trainingseinheiten erhöht das im Organismus befindliche Kreatin die kurzen Belastungsphasen, wodurch eine höhere sportliche Leistung möglich wird. Dies gilt insbesondere für Mannschaftssportarten wie Handball oder für Gewichtheben, in denen sich kurze Muskelleistungen wiederholen. Durch den Leichtathleten Linford Christie wurde Kreatin berühmt, als dieser bei den Olympischen Spielen des Jahres 1992 den 100-Meter-Lauf unter 10 Sekunden geschafft hatte. Keinesfalls nur diese beachtliche olympische Leistung, sondern auch die beachtliche Muskelmasse Christie`s sorgte damals für einiges an Aufsehen. Das Erfolgsrezept für den damaligen sportlich-olympischen Erfolg hieß Kreatin. Von weltweit renommierten Sport-Komitees wird Kreatin bis heute als anerkanntes Nahrungsergänzungsmittel im Amateur- und Spitzensport angesehen, wobei es aber keinesfalls als Dopingmittel gilt.

Für den positiven Effekt des Kreatins ist die Tatsache verantwortlich, dass dieses direkt von den Muskelzellen aufgenommen und verwertet wird. Die einzelnen Trainingseinheiten können also im sportlichen Alltag deutlich verlängert werden. Daraus ergeben sich signifikante leistungssteigernde Effekte nicht nur im Kurzzeitbereich, sondern auch beim Marathon oder anderen Ausdauersportarten. Wird Kreatin regelmäßig als Nahrungsergänzung eingenommen, dann verkürzt sich auch die Phase der Erholung und Regeneration von Muskeln.

Ganz individuell die effektvollen Vorzüge bei der Einnahme von Kreatin nutzen

Kreatin ist eine gute Alternative, wenn Sie ihr persönliches Leistungsniveau verbessern und schneller Muskeln aufbauen möchten. Diese positiven Effekte wurden bereits durch eindrucksvolle Resultate aus der Vergangenheit verdeutlicht. Genau wie das natürliche Kreatin aus der Nahrung verteilt sich auch das synthetische Kreatin über das Blut schnell in der gesamten Muskulatur. Außerdem erzeugt hochwertiges Kreatin auch einen sogenannten Pumpeffekt, wodurch sich die Muskeln schneller mit Blut füllen, ein Umstand, der besonders Bodybuilder begeistert. Auch in den Ruhephasen wirken die Muskelpartien dadurch weit voluminöser. Achten Sie jedoch in jedem Fall auf die korrekte Dosierung des Kreatins. Dabei sollten Sie bedenken, dass die Aufnahme von 5 Gramm Kreatin im Verhältnis von etwa 1,1 kg rohem Rindfleisch steht!

Einer der besten Vorzüge des Kreatins ist es, dass es nicht überdosiert werden kann und frei von Nebenwirkungen ist. Wird zu viel Kreatin zugeführt, dann scheidet der Körper dieses überschüssige Kreatin auf ganz natürlichem Wege wieder aus. Für eine optimale Einnahme ist daher die Berechnung unter Einbeziehung des Körpergewichtes entscheidend. Besser geeignet als fertige Produktmischungen sind daher Produkte, bei denen die zugeführte Menge an Kreatin genau gesteuert werden kann. Frischer Saft aus süßen Früchten ist in Kombination mit einem Kreatin-Produkt für einen nachhaltigen Muskelaufbau empfehlenswert. Außerdem sollten Sie während der Zufuhr von Kreatin stets ausreichend trinken und proteinhaltige Nahrung bevorzugen. Denn beides unterstützt die optimale Verwertung des Kreatins und damit den Muskelaufbau. Damit die Kreatinproduktion im Organismus nicht gehemmt wird, sollten Sie etwa alle 2 Monate die Einnahme von Kreatin als Nahrungsergänzung unterbrechen.

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