Seit jeher ist die Methode der richtigen Vorbereitung/ des Aufwärmens vor der sportlichen Betätigung unter Athleten umstritten. Während einige von ihnen darauf schwören, sehen andere im Aufwärmen eine Energieverschwendung, die es zu vermeiden gilt. Doch welche Einstellung ist korrekt?

Die Bedeutung des richtigen Aufwärmens vor dem SportTatsächlich ist Aufwärmen wichtig! Denn es erfüllt zahlreiche Funktionen, die im Ergebnis zu einer besseren sportlichen Leistungsfähigkeit und zu einem besseren körperlichen Schutz führen. Folgende Punkte spielen in diesem Zusammenhang eine gewichtige Rolle:

1. Das Aufwärmen bietet eine körperliche Vorbereitung, indem es die Muskulatur anregt und aufwärmt
2. Es geht auch um mentale Prozesse: Wer sich aufwärmt, stellt sich so bereits auf die Belastungssituation ein
3. Der Körper erhält die Möglichkeit, durch die Vorbereitung bessere Ergebnisse aus dem Training zu ziehen
4. Die Körpertemperatur erhöht sich – 39 Grad Celsius sind dabei optimal für die Unterstützung wichtiger Stoffwechselvorgänge
5. Die Sauerstoffversorgung und -ausnutzung steigt an – meist etwa um das Dreifache.

Wie sollte korrektes Aufwärmen ablaufen?

Das richtige Aufwärmen unterteilt sich in verschiedene Phasen und Abläufe, die alle ihre eigene und wichtige Bedeutung besitzen. An erster Stelle steht das sogenannte „allgemeine“ Aufwärmen. Dieses bezieht den gesamten Körper mit ein und stellen ihn komplett und als Einheit auf die zu erwartenden Leistungen ein. Dabei geht es auch um geistige Vorbereitung. Wer sich richtig aufwärmt, sollte sich gleichzeitig bestimmte gedankliche Bilder vor Augen halten, die ihn zum Beispiel bei sportlichen Höchstleistungen oder Siegen zeigen. Das motiviert und kräftigt Seele und Körper für Training und Wettkampf.

Das allgemeine Aufwärmen erfolgt im Rahmen eines Ausdauertrainings, das zum Beispiel im Studio auf einem Stepper oder Fahrradergometer geleistet werden kann. Die großen Muskelgruppen werden dadurch warm und gut durchblutet und das Herz gestärkt. Diese erste Phase des Aufwärmens sollte erst langsam und dann gesteigert erfolgen und etwa eine Viertelstunde andauern. Das Ziel ist nach dem ruhigen Anfang eine Pulsfrequenz im Bereich 120 bis 140 Herzschläge in der Minute zu erreichen.

Anschließend steht das „spezielle“ oder „spezifische“ Aufwärmen auf dem Trainingsplan eines Sportlers. Dieses berücksichtigt die geplante Sportart und die Muskelgruppen, die beim eigentlichen Training trainiert werden sollen. Durch die besondere Beachtung dieser Muskelpartien verlagert sich die Durchblutung und die Körperwärme in diesen Bereich. Außerdem steigt die Versorgung mit Sauerstoff in diesen Muskelpartien an. Das schützt vor Verletzungen und bewirkt eine optimale Vorbereitung, die für einen guten Trainingserfolg von hoher Bedeutung ist. Die Art des speziellen/spezifischen Aufwärmens sollte an der typischen Bewegung der gewählten Sportart orientiert sein. Die Muskeln sollen zu diesem Zeitpunkt an die Art der Bewegung herangeführt werden, die sie beim Wettkampf ausführen. Die Dauer dieser Phase richtet sich nach dem persönlichen Empfinden und kann nicht pauschal angegeben werden. Hierbei spielen neben persönlicher Vorlieben und der Art der gewählten Sportart auch Umwelteinflüsse wie die Außentemperatur eine gewichtige Rolle.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here