Unter dem Begriff Anabolika werden verschiedene Stoffe zusammengefasst, welche eine sogenannte anabole Wirkung haben. Anabol, ein Begriff, den viele Menschen mitunter schon einmal gehört haben, aber nur ein Bruchteil tatsächlich weiß, was er überhaupt bedeutet. Am Ende weiß man nur, dass Anabolika nicht erlaubt sind. Anabol selbst hat aber keine negative Bedeutung; der Begriff steht für den Eiweißaufbau.

Was sind Anabolika?

Bei Anabolika handelt es sich um Medikamente, die auch als anabole Steroide bekannt sind. Dabei spricht man von künstlichem Testosteron, einem Sexualhormon, das aber enorme Auswirkungen auf den Aufbau der Muskeln hat. Der Vorteil an der künstlichen Herstellung besteht darin, dass zwischen androgenen sowie anabolen Komponenten unterschieden werden kann. So sorgen anabole Komponenten für den Aufbau der Skelettmuskulatur, während androgene Komponenten Auswirkungen auf das aggressive Verhalten haben. Künstlich hergestelltes Testosteron wirkt eher anabol; die Forscher vermeiden sehr wohl, dass eine androgene Wirkung erzielt wird. Aus diesem Grund ist es auch nicht nachvollziehbar, dass immer die Rede davon ist, dass künstliches Testosteron auch die Aggression steigert. Eine Steigerung der Aggression ist im Endeffekt nur möglich, wenn ein massiver Missbrauch betrieben wird. Anabolika werden nicht in jedem Land als Medikament eingeordnet, sondern oftmals auch nur als natürlicher Stoff, der – problemlos – erworben werden kann. In vielen Ländern benötigen die Kunden weder ein Rezept, noch eine Verordnung. Wer sich für Anabolika interessiert, wird relativ schnell feststellen, dass es mitunter gar nicht so einfach ist, das richtige Produkt zu bekommen bzw. jenes auch richtig anzuwenden. Vorwiegend beziehen Sportler derartige Präparate aus dem Internet.

Die drei Gruppen

Die Anabolika werden in unterschiedliche Gruppen unterteilt, wobei es sich vorwiegend um anabole Steroide, Supplements und Wachstumshormone handelt. Bei den anabolen Steroiden handelt es sich um künstlich geschaffene Hormone. Die Medizin setzt jene vorwiegend bei Anämie oder Muskelschwund ein. Ärzte haben sehr wohl die Möglichkeit, dass sie Testosteron – etwa bei schweren Krankheitsfällen – verschreiben dürfen. Im Leistungssport spielen Anabolika ebenfalls eine tragende Rolle. Es dient dem Muskelaufbau und sorgt für schnellere Trainingserfolge. Auch Wachstumshormone sind für viele Sportler von Bedeutung. Dabei handelt es sich um HGH, das ebenfalls für die Muskelmasse verantwortlich ist. Vor allem Kinder, die ein gestörtes Wachstum aufweisen, bekommen synthetisches HGH. Dasselbe Produkt, das auch im Leistungssport – unter der Bezeichnung Anabolika – zum Einsatz kommt. Supplements werden ebenfalls als Anabolika bezeichnet. Dabei gibt es teilweise natürliche, teilweise auch synthetisch hergestellte Stoffe, welche ebenfalls den Aufbau der Muskeln fördern sollen.

Welches Testosteron ist empfehlenswert?

Das Testosteron dockt an den Muskelzellen an, damit es in weiterer Folge für einen Muskelwachstum sorgen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich der Athlet für ein freies und keinesfalls gebundenes Testosteron entscheidet. Würde der Athlet Testosteron injizieren, würde diese Maßnahme keinen Effekt mit sich bringen, da es sich dabei um gebundenes Testosteron handelt.

Anabolika und seine Auswirkungen

Anabolika hat eine nachweislich positive Wirkung auf die Muskeln, können aber unterschiedliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Vorwiegend treten Nebenwirkungen erst dann auf, wenn der Athlet das Testosteron absetzt oder andere Anabolika einnimmt. Der Körper hat mitunter Schwierigkeiten bei der selbständigen Testosteron-Produktion, sodass Bluthochdruck und auch Herz-Kreislaufprobleme die Folge sind. Werden die Steroide abgesetzt, verliert der Athlet auch an Muskelmasse. Aspekte, die allesamt dafür sorgen, dass die Sportler jahrelang Anabolika verwenden.

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